Achtsam essen: So werden wir schlank und gesund

Achtsam essen: So werden wir schlank und gesund

Nicht nur was wir essen, sondern auch wie wir essen hat sich während der letzten Jahrzehnte stark verändert. Viel zu oft gehen wir mit unserem Körper nicht gerade achtsam um und schenken unseren Mahlzeiten nicht die notwendige Aufmerksamkeit und Zeit. Als Folge dessen sind immer mehr Menschen übergewichtig und leiden an den unterschiedlichsten Zivilisationskrankheiten. Deshalb ist es so wichtig, dass wir wieder lernen, achtsamer mit uns umzugehen und wieder mehr auf unsere Bedürfnisse zu hören. Denn so kann es uns gelingen, unsere Ernährungsgewohnheiten nachhaltig zu verändern und wieder gesünder und schlanker zu werden. 


In diesem Artikel:

Neuer Kurs: Organize Your Food – mit Leichtigkeit zum Wohlfühlgewicht


Jeder kennt es wahrscheinlich: Wir haben uns fest vorgenommen, uns gesünder zu ernähren. Und vielleicht sind wir ja schon auf einem ganz guten Weg. Dann treffen wir uns mit Freunden beim Italiener um die Ecke. Es ist ein lauer Spätsommerabend, die Stimmung ist gut, das Essen auch. Bei einem ersten Glas Sekt haben wir uns schon gegenseitig auf den neuesten Stand gebracht, was alles seit unserem letzten Treffen passiert ist. Jetzt meldet sich der Hunger, und wir wenden unsere Aufmerksamkeit der Speisekarte zu. Kurz streifen wir die Seite mit den Salaten, werfen dann noch einen schnellen Blick auf die Gemüsegerichte, um dann doch wieder bei der Pizza zu landen. Schließlich dauert der Sommer nicht ewig und man darf sich ja auch mal etwas gönnen und eine Ausnahme machen. Als kleinen Tribut an unser Gewissen bestellen wir noch einen Beilagensalat dazu.

Wir kämpfen täglich gegen viele Verlockungen

Eine Stunde später haben wir dann das letzte Stück Pizza vertilgt und merken plötzlich, dass wir uns gar nicht gut fühlen. Denn – Überraschung! – die Pizza war zu groß und zu fettig und hat uns einfach nicht gut getan. Wenn wir ehrlich sind, hätten wir das eigentlich auch schon vor der Bestellung wissen müssen. Denn es war schließlich nicht das erste Mal, dass wir der Versuchung erlegen sind und uns anschließend mit einem übervollen Magen durch den Rest des Abends gequält haben. Die Versuchungen des Alltags machen uns auf dem Weg zu einer gesünderen Ernährung allzu häufig einen Strich durch die Rechnung. Selbst wenn wir wissen, wie wir uns ernähren sollten und was uns eigentlich gut tut, kann uns immer wieder die Pizza, der Burger, die Tüte Chips oder auch die Gummibärchen in die Quere kommen.

Es ist heutzutage wirklich nicht einfach, den täglichen Verlockungen von Fast Food, Fertiggerichten und Süßkram zu widerstehen. Ungesunde Nahrung steht uns überall rund um die Uhr und meist viel zu billig zur Verfügung. Unser Körper erliegt allzu gerne diesen omnipräsenten Verlockungen und gönnt sich – einem ersten Impuls folgend – bereitwillig „etwas Gutes“. Während wir uns dem oft zweifelhaften Genuss hingeben, fühlen wir uns auch noch gut. Haben wir die Tüte Gummibärchen oder die Pizza dann erst einmal im Bauch, fragen wir uns aber ratlos, wie es überhaupt so weit kommen konnte und warum wir und nicht für den Salat entschieden haben. Und allzu häufig ärgern wir uns dann über uns selbst. Aber da es jetzt ja sowieso zu spät ist, können wir uns dann auch gleich noch die Tiramisu zu Gemüte führen.

Wir haben verlernt, auf unsere Bedürfnisse zu hören

In meinen Ernährungsberatungen erlebe ich immer wieder, dass viele Menschen verlernt haben, achtsam auf ihren Körper zu hören. Vielmehr werden die Auswirkungen von ungesunder Ernährung häufig als völlig normal betrachtet. Es wird quasi billigend in Kauf genommen, dass der Bauch nach einer üppigen Mahlzeit zwickt oder dass man sich nach einem Essen in der Kantine völlig erschlagen durch das alltägliche Nachmittagstief kämpfen muss und das eigentlich nur mit Hilfe eines doppelten Espresso schafft. Oft werden sogar handfeste Beschwerden wie Sodbrennen als normale Folgen einer Mahlzeit betrachtet. Schließlich gibt es ja auch genügend Arzneimittel, die Verdauungsbeschwerden schnell und zuverlässig beseitigen – zumindest für eine gewisse Zeit. 

Wenn wir so über unseren Körper und seine Bedürfnisse hinweggehen, hat dies allerdings dramatische Folgen für unsere Gesundheit. Um es am Beispiel von Sodbrennen deutlich zu machen: Ständiges Sodbrennen kann im schlimmsten Fall zu Speiseröhrenkrebs führen. Und der ständige Gebrauch von Säureblockern hat schwere Nebenwirkungen wie beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte, Leber- und Nierenschäden. Deshalb sollten wir Beschwerden, die nach einer Mahlzeit auftreten, auf keinen Fall einfach ignorieren. Denn mit Beschwerden will uns unser Körper immer etwas zu sagen. Das können unterschiedliche Botschaften sein. Von „Iss das nächste Mal bitte nicht so viel.“ über „Reduziere bitte deinen Süßigkeiten-Konsum“ bis hin zu „Es tut mir gar nicht gut, wenn du während des Essens in das Handy glotzt.“

Heidelbeeren Herz achtsam

Unser Körper sendet eindeutige Signale

Denn für unseren Körper ist es nicht nur wichtig, WAS wir essen, sondern auch WIE wir essen. Es tut uns nicht gut, wenn wir beispielsweise unser Essen viel zu schnell herunterschlingen. Oder wenn wir uns nicht auf unsere Mahlzeit konzentrieren, sondern irgendetwas in uns hineinstopfen, während wir gleichzeitig noch schnell unsere Mails checken. So können wir die Signale unseres Körpers gar nicht wahrnehmen und merken beispielsweise nicht, dass wir schon längst satt sind. Als Folge davon essen wir dann viel zu viel und meist auch viel zu viel vom Falschen. Wenn solche Ernährungsgewohnheiten zur Routine werden, macht uns das langfristig dick und krank. 

Im Alltag fällt es uns nicht immer leicht, achtsam zu essen und auf uns und unsere Bedürfnisse zu hören. Dabei sagt uns unser Körper eigentlich ziemlich genau, ob wir uns richtig ernähren oder nicht. Wir müssen ihm einfach wieder zuhören. Wenn wir wieder lernen, auf die Signale unseres Körpers zu hören und bewusst und achtsam zu essen, werden wir Stück für Stück herausfinden, was uns gut tut und was eben nicht. Denn nach einer gesunden Mahlzeit, die wir achtsam und in Ruhe zu uns nehmen, fühlen wir uns angenehm satt, wach und fit. Voraussetzung dafür ist, dass wir uns für unsere Mahlzeiten und deren Vorbereitung auch die erforderliche Zeit nehmen.

Mit Achtsamkeit und Geduld werden wir schlank und gesund

Die folgenden Leitfragen können dabei helfen, wieder bewusster auf die Signale unseres Körpers zu hören und achtsam zu essen:

  • Warum essen wir? Essen wir vielleicht aus Langeweile, aus Ärger oder aus Frust? Eigentlich zeigt uns unser Körper mit einem eindeutigen Signal, nämlich mit Hunger, wann wir etwas essen sollten. Deshalb sollten wir uns vor jeder Mahlzeit und jedem Snack bewusst machen, ob wir wirklich Hunger haben oder ob wir gerade aus völlig anderen Motiven heraus etwas essen wollen.
  • Wie essen wir? Damit wir überhaupt die Signale unseres Körpers wahrnehmen können und unsere Verdauung richtig funktionieren kann, sollten wir uns für unsere Mahlzeiten Zeit nehmen und diese in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre ohne Ablenkung durch Fernseher oder Handy zu uns nehmen. Auf gar keinen Fall sollten wir uns während des Essens ärgern oder mit unseren Tischgenossen streiten! Außerdem ist es wichtig, dass wir langsam essen und gründlich kauen.
  • Was essen wir? In der Regel denken wir vor dem Essen gar nicht lange darüber nach, was wir uns da gerade zu Gemüte führen wollen. Da der Mensch bequem ist, führt das häufig dazu, dass wir bei einer einfachen Lösung wie Fast Food oder Fertiggerichte landen. Deshalb sollten wir uns vor jeder Mahlzeit bewusst machen, was wir essen und ob uns dieses Essen auch wirklich gut tut. 

In unserer hektischen Zeit ist es nicht immer leicht, achtsam essen. Aber jeder Schritt in die richtige Richtung zählt. Und mit etwas Ausdauer, Durchhaltevermögen und der erforderlichen Geduld kommen wir ans Ziel. Wenn es uns gelingt, beim Essen wieder mehr auf unsere Bedürfnisse zu hören, werden wir uns nicht nur besser fühlen, sondern sicherlich auch das eine oder andere Kilo abnehmen. Je länger wir diesen Weg gehen, desto mehr wird der achtsame Umgang mit uns und unseren Mahlzeiten zur Routine werden.

Und dann passiert etwas Wunderbares: Unser Körper übernimmt die Führung. Er zeigt uns immer deutlicher, was er braucht und was nicht. Dann kann es durchaus passieren, dass er uns daran hindert, an einem lauen Sommerabend eine fettige Pizza zu bestellen und uns intuitiv zum Salat greifen lässt. Dann haben wir es geschafft und können unser Essen ohne schlechtes Gewissen, lästige Ernährungspläne oder Kalorienzählen einfach nur genießen.


Organize Your Food – mit Leichtigkeit zum Wohlfühlgewicht

Mit meiner Freundin Sandra Hoffmann habe ich Organize Your Food gegründet. Wir bringen Ordnung in deinen Ernährungsdschungel. In unserem ersten Online-Kurs „Mit Leichtigkeit zum Wohlfühlgewicht“, der im Oktober beginnen wird, geht es darum, wie

  • eine wirklich gesunde Ernährung aussieht, 
  • schlechte Ernährungsgewohnheiten entstehen und 
  • man diese durch neue wohltuende Ernährungsgewohnheiten ersetzt,
  • man es schafft, diese auch langfristig umzusetzen und so Stück für Stück sein Wohlfühlgewicht erreicht

Alle Informationen zu unserem Kurs findest du hier.

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