Futter für die Schilddrüse und für die Darmflora…

Futter für die Schilddrüse und für die Darmflora…

…mit einem Rezept für Miso-Suppe

Unsere Schilddrüse ist ein kleines Wunderwerk. Wenn sie gesund ist, versorgt sie uns mit Energie, damit wir aktiv durchs Leben gehen können. Und sie drosselt diese wiederum, wenn wir uns ausruhen wollen. Aber in Deutschland leidet  heutzutage bereits jeder Dritte an einer Schilddrüsenerkrankung. Schon meine Mutter und meine Großmutter hatten einen „Kropf“. Heißt das jetzt für mich, dass ich früher oder später auch krank werde? Zeit, sich genauer mit dem schmetterlingsförmigen Organ zu befassen. 

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4 Uhr nachts. Ich wache schweißgebadet auf. Mein Herz klopft wie verrückt. Panik steigt in mir auf… Was sich wie ein Krimi anhört, ist für mich leider traurige Realität. Zumindest alle paar Monate. Die Ursache dafür ist nicht ganz klar. Mein Arzt vermutet, dass die heißen Knoten in meiner Schilddrüse dafür verantwortlich sind. Nachts wach zu liegen, ist wirklich ätzend. Dabei seinem Herzen zuzuhören, wie es viel zu schnell schlägt, ist einfach unerträglich.

Also muss ich mich vielleicht doch etwas ausgiebiger mit meiner Schilddrüse beschäftigen. Die Knoten habe ich vor einiger Zeit eher zufällig ertastet. Damals wurde dann festgestellt, dass es sich um so genannte heiße Knoten handelt, die meist harmlos sind. Allerdings schütten diese eher harmlosen Knoten gerne auch mal unkontrolliert Hormone aus, was wiederum verschiedene gesundheitliche Auswirkungen haben kann.

Schilddrüsen-Diagnosen verstehen

Schmetterling von oben, hat die Form einer Schilddrüse
Unsere Schilddrüse hat die Form eines Schmetterlings

Immer wenn ich irgendeine Diagnose bekomme, möchte ich genau verstehen, um was es geht und was ich selbst dazu beitragen kann, wieder gesund zu werden. Deshalb freue ich mich sehr, dass mir der südwest-Verlag das Buch „Power für die Schilddrüse“ von Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann zur Verfügung gestellt hat. Pünktlich zum Wochenende liegt es in meinem Briefkasten, und so ist klar, was ich an den freien Tagen mache.

Als ich das Buch dann in die Hand nehme, lässt es mich auch nicht mehr los. So spannend und interessant ist es geschrieben. Wusstet Ihr zum Beispiel schon, dass

  • ungefähr ein Drittel der deutschen Bevölkerung an Schilddrüsen-Problemen leidet?
  • überwiegend Frauen betroffen sind?
  • wir für eine gesunde Schilddrüse verschiedene Vitalstoffe in ausreichenden Mengen benötigen?
  • unsere Darmgesundheit sehr eng mit der Gesundheit unserer Schilddrüse zusammen hängt?
  • wir über unsere Ernährung dafür sorgen können, dass unsere Schilddrüse ausreichend Vitalstoffe und unser Darm genügend „Futter“ bekommt?

Die Schilddrüse gibt uns Energie

Wie bei allen Krankheiten, werden also auch Schilddrüsenerkrankungen von unserem Lebensstil und unserer Ernährung beeinflusst. Das Gute daran ist, dass wir somit – Erbanlagen hin oder her – selbst Einfluss auf die Gesundheit unserer Schilddrüse nehmen können. Und wenn wir uns gesünder ernähren, profitiert davon nicht nur die Schilddrüse. Wir werden uns insgesamter wohler, gesünder und fitter fühlen. 

Apropos fit: Die Schilddrüse können wir uns wie ein kleines Feuer vorstellen, dass uns Energie gibt. Brennt das Feuer nicht richtig (Unterfunktion), fühlen wir uns müde, schlapp, und uns fehlt der Antrieb. Lodern die Flammen zu hoch (Überfunktion) laufen wir Gefahr, Raubbau an unserem Körper zu betreiben. Das heißt, wir tun gut daran, dieses kleine aber wichtige Organ zu hegen und zu pflegen.

Das ist erst einmal einfacher gesagt als getan. Schließlich sind die Ursachen für Schilddrüsenerkrankungen sehr unterschiedlich. Aber wir können einfach anfangen, indem wir uns besser ernähren, mehr bewegen und versuchen, Stress zu vermeiden. Denn Stress wirkt sich auf unsere Schilddrüse ebenfalls negativ aus. 

Eine gesunde Ernährung ist immer die Grundlage

Miso-Suppe, gut für die Schilddrüse
Wir müssen unsere Darmflora füttern

Wir tun uns und unserer Schilddrüse sicherlich etwas Gutes, wenn wir uns vollwertig und überwiegend pflanzenbasiert ernähren. Denn mit dieser Ernährung nehmen wir in der Regel reichlich Ballaststoffe und Präbiotika zu uns. Das macht unsere Darmflora fit, was wiederum unserer Schilddrüse hilft.

Präbiotika sind bestimmte Ballaststoffe und Stärkearten, die den guten Bakterien im Darm als Nahrung dienen. Und diese guten Bakterien tragen auf vielfältige Weise dazu bei, dass wir gesund bleiben oder werden. Sie halten zum Beispiel gesundheitsschädliche Keime in Schach. Das erklärt auch, warum wir uns fit und gesund fühlen, wenn wir uns vollwertig und pflanzenbasiert ernähren. Wir konsumieren mit dieser Kost nicht nur reichlich Vitalstoffe, sondern automatisch auch das Futter für unsere Darmflora.

Je nachdem, wie wir uns ernähren, verändert sich unsere Darmflora. Wissenschaftler der Universität Pittsburgh haben festgestellt, dass das relativ schnell geht. Wenn Menschen, die sich sehr ungesund ernähren, plötzlich sehr gesunde ballststoffreiche Kost erhalten, verändert sich die Darmflora bereits nach 14 Tagen zum Besseren. Umgekehrt ist es leider genauso: Wenn man sich sehr gesund ernährt und dann plötzlich auf Junkfood umsteigt, leidet unsere Darmflora bereits nach zwei Wochen darunter. (Hier findet Ihr einen interessanten Artikel dazu.)

Jod hilft nicht immer 

Eine vollwertige pflanzenbasierte Kost ist also für alle Menschen gesund. Aber es gibt – je nach Schilddrüsenerkrankung – auch Unterschiede bei der Ernährung. Das betrifft vor allem die Versorgung mit Jod. Grundsätzlich benötigt unsere Schilddrüse Jod, um Hormone bilden zu können. Allerdings kann eine zu hohe Zufuhr von Jod, z.B. über Algen oder jodiertes Salz, bei den Autoimmunkrankheiten Hashimoto und Morbus Basedow, aber auch bei heißen Knoten, durchaus Schaden anrichten.

Das Buch hält dafür praktischen Checklisten bereit, mit deren Hilfe man seine Ernährung der eigenen Diagnose anpassen kann. Außerdem gibt es auch noch einige jodreiche und jodarme Rezepte, so dass man das Erlernte dann gleich in die Praxis umsetzen kann.

Wenn man an einer Schilddrüsenerkrankung leidet oder vielleicht auch nur den Verdacht hat, dass dies der Fall sein könnte, kann man sich mit dem Buch von Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann das notwendige Wissen über die Schilddrüse anlesen. Dieses Wissen hilft, die eigene Diagnose zu verstehen, aber auch die Therapievorschläge der Ärzte richtig einzuordnen. Zudem erhält man wichtige Tipps, was man selbst dafür tun kann, dass es der Schilddrüse besser geht.

Was wir für unsere Schilddrüse tun können

Und so werde ich zukünftig darauf achten, nicht zu viel Jod zu mir zu nehmen. Denn das ist für mich die wichtigste Erkenntnis aus diesem Buch: Bei heißen Knoten sollte man jodreiche Kost vermeiden. Also wird es für mich zukünftig keine Nori-Flocken in meiner Miso-Suppe geben. Und ich werde auch weiterhin kein jodiertes Salz in meiner Küche verwenden.

Ballaststoffreiche Nahrung hilft dem Darm und der Schilddrüse
Ballaststoffreiche Kost hilft unserem Darm und unserer Schilddrüse

Das Buch ist für mich außerdem mal wieder eine schöne Bestätigung dafür, dass ich mit meiner pflanzenbasierten vollwertigen Kost auf dem richtigen Weg bin. Das spüre ich zwar tagtäglich, aber es ist schön, es auch Schwarz auf Weiß, quasi wissenschaftlich untermauert, zu lesen. Also werde ich weiterhin meine Darmflora mit vielen Ballaststoffen füttern. Auf der Website der Autorin findet Ihr übrigens noch viele interessante Informationen zu diesem Thema.  

Egal ob bei Euch nun eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt: Mit einer pflanzenbasierten vollwertigen Ernährung sorgt Ihr dafür, dass Ihr gesund und fit bleibt. Gleichzeitig kann diese Ernährungsform so lecker sein. Wie wäre es zum Beispiel mit einem schwäbischen Kartoffelsalat? Die resistente Stärke, die sich beim Erkalten der Kartoffeln bildet, ist ein ideales Futter für Eure guten Bakterien. Oder probiert mal Vollkorn-Brötchen mit Inulin aus. Eure Darmbakterien werden nicht nur das Vollkornmehl, sondern auch das Inulin lieben! Stöbert einfach mal in meinen Rezepten. Da ist bestimmt etwas dabei, was Euch schmeckt!

Präbiotika und Probiotika – für unsere Darmflora und unsere Schilddrüse

Auch das Rezept in diesem Post steckt voller wertvoller Präbiotika. Die Miso-Suppe enthält diese in Form von Gemüse und Vollkornnudeln (Ballaststoffe). Misopaste wird aus Sojabohnen durch Fermentierung hergestellt. Sie enthält somit wiederum wertvolle Probiotika, also Bakterienkulturen, die für unsere Darmflora nützlich sind.

Zwiebeln, Knoblauch und Sojaprodukte gehören zu den sogenannten goitrogenen Lebensmitteln. Sie können die Produktion der Schilddrüsenhormone behindern. Die Miso-Suppe eignet sich also für alle Menschen, die unter einer Überfunktion, einer Autoimmunerkrankung oder heißen Knoten leiden.

Menschen mit einer Unterfunktion, die ein jodreiche Ernährung benötigen, können die Suppe mit Nori-Flocken würzen. Lasst es Euch schmecken! 

Miso-Suppe „leckervital“

für 4 Personen als Vorspeise
für 2 Personen als Hauptspeise

Miso-Suppe von oben quadratisch mit Kräutern

1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Karotte
1 rote Paprika
50 g rote Linsen
100 g Natur-Tofu
60 g Vollkorn-Mie-Nudeln oder dünne Vollkorn-Reisnudeln (glutenfrei)
2 EL Miso-Paste
1 EL Sojasauce
1 TL Salz
1/2 TL Kurkuma
einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Karotte schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Paprika waschen, vom Kernhaus befreien und würfeln. Das Gemüse mit den Linsen in 1 l Wasser geben, aufkochen und alles 10 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. 

Den Tofu in kleine Würfel schneiden und ebenfalls in die Suppe geben. Die Nudeln hinzugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. (Angaben auf der Packungsbeilage beachten!)

Etwas heißes Wasser von dem Kochwasser abnehmen, in eine Tasse füllen und 2 EL Miso-Paste darin glatt rühren. In die Suppe geben und gut verrühren. Die Saujasauce und die Gewürze hinzufügen und alles noch einmal abschmecken.

Buch Cover Power für die Schilddrüse

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