Cashew-Milch

Cashew-Milch

Tausche Pflanzenmilch gegen Kuhmilch

Ich habe zum ersten Mal Cashew-Milch hergestellt. Es geht ganz einfach und schmeckt super lecker. Die erste Portion habe ich gleich zum Frühstück mit meinem selbst gemachten Knuspermüsli und Heidelbeeren genossen. Das Bild könnt Ihr Euch auf Instagram anschauen. Mmmh – lecker!

Ihr fragt Euch jetzt vielleicht, warum ich nicht einfach normale Milch trinke. Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Ich möchte nur ein paar davon aufzählen:

  • Milch ist nicht gesund. Kein Säugetier ernährt sich im Erwachsenenalter von Milch, zudem noch von einer anderen Rasse.
  • Die Methoden der Milchindustrie, die nach wie vor auf Menge statt Qualität setzt, führen dazu, dass Tiere nicht artgerecht gehalten und gefüttert werden.
  • Dies wiederum bedeutet, dass die Tiere leiden und dass wir Menschen das Produkt einer nicht artgerechten Haltung konsumieren (Wie soll das gesund sein, wenn die Tiere nicht gesund sind?),

was im Resultat dazu führt, dass ich immer weniger Milchprodukte zu mir nehmen mag.

Ein Beispiel, das vieles klar macht

Ich möchte das an einem Beispiel verdeutlichen. Letzte Woche kam ein sehr interessanter Bericht über die Deutsche Milchindustrie im Fernsehen. Zusammen gefasst ging es um folgendes: Damit Kühe die riesigen Mengen Milch produzieren, die wir tagtäglich konsumieren, werden sie permanent schwanger gehalten. (Milch dient schließlich dazu, Säuglinge zu ernähren.) So werden auf einem milchproduzierenden Bauernhof ständig Kälber geboren. Rein statistisch ist aber dummerweise jedes zweite Kälbchen männlich.

Mit männlichem Nachwuchs kann der Bauer aber nichts anfangen, denn er produziert ja Milch und kein Kalbfleisch. (Kleiner Einschub: Es gibt in der konventionellen Landwirtschaft – im Gegensatz zur Bio-Landwirtschaft – keinen geschlossen Kreislauf. Das heißt, wenn ich Milch produziere, produziere ich kein Fleisch.) In Folge dessen gibt es viele männliche Kälber, die keiner haben möchte. Es gibt ja auch so viele von ihnen. Daher ist der Preis für so ein Kalb auch lächerlich gering. Für viele Bauern ist es billiger, die Tiere einfach sterben zu lassen.

Die Kälbchen, die überleben, kommen in Kälber-Mast-Betriebe. (Zur Erinnerung: entweder Milch oder Fleisch.) Die meisten Kälber werden dort ungefähr ein halbes Jahr lang mit Milch (!!!!!) gemästet, bevor sie dann in der Fleischtheke landen. Mit Milch werden sie gefüttert, weil sie dann schnell wachsen und weil der Verbraucher lieber helles, etwas weicheres Fleisch isst. Werden Kälber artgerecht gefüttert, enthält das Fleisch nämlich Eisen, und das macht das Fleisch rot.

Aufgrund der nicht artgerechten Haltung entwickeln diese Kälber häufig Magengeschwüre und haben praktisch permanent Schmerzen. Gleichzeitig werden sie in fast klinisch anmutenden Ställen gehalten, damit sie auf keinen Fall artgerechtes Futter (Stroh oder Heu) erwischen, das Eisen enthält und ihr Fleisch rot machen würde.

Und der Gipfel der Perversion wird für mich dadurch erreicht, dass die Mast-Milch gar keine richtige Milch ist, sondern aus einem chemisch hergestellten Pulver mit Wasser angerührt wird. Es enthält übrigens unter anderem Palmfett. (Wir erinnern uns, dafür wird der Regenwald abgeholzt!)

Cashew-Milch – gut für Mensch, Tier und Umwelt

Das ist nur ein Aspekt, der gegen Kuhmilch und für die pflanzlichen Alternativen spricht. Deshalb habe ich irgendwann beschlossen, keine Milch mehr zu trinken und meine Konsum an Milchprodukten drastisch einzuschränken. Und wenn ich Milchprodukte kaufe, dann nur Bio-Produkte, nach Möglichkeit demeter-Qualität.

Auf Milch zu verzichten, fällt mir nicht schwer, es gibt ja eine sehr gute Alternative: Pflanzenmilch ist gesund für uns Menschen, aber ebenso für  Tier und Umwelt, und schmeckt dazu auch noch super lecker.

Vielleicht kann ich Euch ja ermutigen, selbst einmal Pflanzenmilch auszuprobieren. In den Regalen der Super- und Biomärkte gibt es die verschiedensten Varianten: aus Hafer, Mandeln, Soja, Reis…. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Hier müsst Ihr nur aufpassen, dass Ihr kein Produkt mit Zucker oder Zusatzstoffen erwischt.

Cashew-Milch macht gute Laune

Gesünder ist es natürlich, die Pflanzenmilch selbst herzustellen. Ihr vermeidet so unerwünschte Zusatzstoffe und bekommt auch noch weitaus mehr Vitamine und Mineralstoffe ab, da Ihr Eure Pflanzenmilch bei der Herstellung ja nicht erhitzt und ganz frisch zubereitet. Zudem enthält sie keine ungewollten Hormone oder Antibiotika.

Cashew-Kerne machen übrigens gute Laune. Sie enthalten neben wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen viel L-Tryptophan, das wir zur Herstellung von Serotonin benötigen. Cashew-Milch schmeckt also nicht nur gut, sie hebt auch unsere Stimmung!

Und ich fand sie sehr leicht in der Herstellung. Probiert es einfach mal aus. Ich freue mich über Eure Rückmeldungen, wie es Euch geschmeckt hat!

Cashew-Milch

100 g (1 Tasse) Cashew-Kerne 
ein sehr feinmaschiges Sieb (oder Passiertuch)

nach Belieben etwas gemahlene Vanille oder Zimt

Die Cashew-Kerne in eine Schüssel geben, mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. 

Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen und die Cashew-Kerne in einem Sieb gründlich abwaschen. 

Mit 600 ml (3 Tassen) Wasser in einen Mixer oder in einen Food Processor geben und etwa 2 Minuten fein pürieren.

Anschließend durch ein sehr feinmaschigen Sieb oder ein Passiertuch geben und in eine Flasche füllen. 

Wenn Ihr mögt, könnt Ihr noch etwas gemahlene Vanille oder Zimt (jeweils ca. 1/4 TL) dazu geben. Ich habe es ausprobiert, es schmeckt beides super lecker!

Die Cashew-Milch hält sich ungefährt 5 Tage im Kühlschrank.

Lasst es Euch schmecken – enjoy!

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