Welche Ernährung ist eigentlich gesund?

Welche Ernährung ist eigentlich gesund?

Das ist die Frage, die mir als Ernährungsberaterin am häufigsten gestellt wird: Wie sieht denn eigentlich eine richtig gesunde Ernährung aus? Oder noch präziser: Was ist denn jetzt die gesündeste Ernährungsform? Fast täglich gibt es neue Meldungen darüber, was gesund ist. Viele dieser Nachrichten sind allerdings widersprüchlich. Was gestern noch gesund war, ist heute längst überholt. Die einen geben irgendwann auf, weil sie sich – verständlicherweise – überfordert fühlen. Die anderen, die sich zum Beispiel wegen einer Erkrankung mit ihrer Ernährung auseinandersetzen müssen, stehen ratlos vor einem Dickicht unterschiedlichster „Ernährungswahrheiten“. Eine gute Ernährungsberatung kann hier helfen und das Dickicht lichten. Aber gibt es nicht eine einfachere Möglichkeit, verlässliche und verständliche Informationen darüber zu bekommen, was wirklich gesund ist? 

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Kursbuch gesunde Ernährung - Widmung

Mir fällt ein Buch in die Hände, das schon sehr lange in meinem Bücherschrank steht. Genau genommen werden es an Weihnachten 25 Jahre. Kursbuch gesunde Ernährung von Ingeborg Münzing-Ruef. Es ist tatsächlich mein allererstes Buch über gesunde Ernährung. Ich schlage die erste Seite auf und lese die Widmung: „Weihnachten 1994.“

Wie lange ist das her! Aber ich erinnere mich noch gut daran, was ich dachte, als ich dieses Geschenk ausgepackt hatte: „Schön… Ein ganz dickes und klein geschriebenes Buch (über 500 Seiten, ohne Abbildungen!) über Ernährung. Oh je, was fange ich nur damit an.“

Hoffnung auf Heilung durch gesunde Ernährung

Dabei hatten sich meine Freunde viele Gedanken gemacht und haben es wirklich gut mit mir gemeint. Ein Jahr zuvor hatte ich die Diagnose „Morbus Crohn“ bekommen, und mir ging es – trotz schulmedizinischer Behandlung und drei Operationen – nicht wirklich besser. 

Und ich gebe zu, ich hatte meinen Freunden gegenüber auch erwähnt, dass ich meine Ernährung verändern müsste. Schließlich geht Essen durch den Darm, und eine bessere Ernährung könnte ja bei einer entzündlichen Darmkrankheit möglicherweise helfen, oder? (Erstaunlich, dass es für mich damals keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Gesundheit und gesunder Ernährung gab!) Also bedankte ich mich artig und freute mich darüber, dass sich liebe Menschen Gedanken um mich gemacht hatten.

Ich weiß nicht mehr, wie lange das Buch dann bei mir lag, bis ich es endlich in die Hand nahm, darin blätterte und zaghaft zu lesen begann. Aber ich weiß noch ganz genau, wie mich dieses Buch ganz schnell in seinen Bann zog und wie ich mit zunehmender Begeisterung las, welche Ernährung wirklich gesund ist und was man mit gesundem Essen alles erreichen kann. 

Ich konnte nicht nur lesen, wie unsere Verdauungsapparat funktioniert, sondern auch, wie sich unsere Ernährung aus Makro- und Mikronährstoffen zusammen setzt und wie jeder einzelne dieser Stoffe für uns lebensnotwendig ist. Und wie wir schließlich krank werden, wenn auch nur einer dieser Mikronährstoffe, zum Beispiel in Form von Vitaminen oder Mineralstoffen, fehlt. Und es machte mir regelrecht Spaß, in diesem Buch alles Relevante über sämtliche Obst- und Gemüsesorten, Getreidearten sowie Nüsse und Samen nachzulesen.  

Falafel mit grünem Salat und Rote-Bete-Hummus

Ich fand es nicht nur faszinierend, was gesunde Ernährung bewirken kann, in mir wuchs auch die Hoffnung, dass sich meine Erkrankung – laut Schulmedizinern unheilbar – mit einer gesunden Ernährung bessern könnte. Dass ich wieder ganz gesund werden könnte, wagte ich freilich nicht zu hoffen.

Reise in die Vergangenheit

Vor kurzem hat mir der Heyne-Verlag genau dieses Buch zur Verfügung gestellt. Allerdings die aktualisierte und völlig überarbeitete Ausgabe aus dem Jahr 2000. Es handelt sich um die 21. Auflage (mein erstes Exemplar war die 6. Auflage aus dem Jahr 1994). Und auch wenn ein paar Abbildung eingefügt wurden, erinnert es im Aussehen und im Aufbau sehr stark an die ursprüngliche Ausgabe. So mutet das ganze ein bisschen wie eine Reise in die Vergangenheit an, als ich das Buch in meinen Händen halte.

Ich koche mir eine Tasse Tee, setze mich in meinen Lieblingssessel und beginne zu lesen. Und genau wie vor 25 Jahren zieht mich dieses Buch wieder schnell in seinen Bann. Ich sehe, dass viele neuere Erkenntnisse ergänzt wurden, dass es aber immer noch das geballte Wissen zum Thema Ernährung enthält. 

Ich schlage unter „Kichererbsen“ nach, weil es bei mir heute Falafel gibt, und lerne, dass diese einen besonders hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren (also die Eiweiße, die wir nicht selbst herstellen können) haben und dass sie überdurchschnittlich große Mengen an Kalium, Magnesium, Phosphor, Kalzium und Eisen sowie viele weitere wertvolle Stoffe wie zum Beispiel Enzyme aufweisen. Außerdem finde ich hier auch gleich ein Rezept für Hummus und eines für geröstete Kichererbsen. So kann man sich – sofern man das möchte – gleich mit der gesunden Ernährung loslegen.

Natürlich wird der Otto-Normal-Verbraucher nicht ständig nachschauen, welche wertvollen Inhaltsstoffe das jeweilige Obst oder Gemüse enthält, das gerade auf seinem Teller liegt. Aber es ist durchaus interessant, sich mit seiner Nahrung genauer auseinanderzusetzen. Für mich war dieses Buch damals auf jeden Fall eine große Motivation, mich gesünder zu ernähren. Ich fand es so faszinierend zu erfahren, welche Stoffe unsere Nahrung enthält und wie diese auf unsere Gesundheit wirken, dass ich sofort begann, das Erlernte in die Praxis umzusetzen.

Faszination gesunde Ernährung

Falafel mit grünem Spargel und geröstetem Salbei

Freilich gab es zu Beginn auch Rückschläge. Es ist für einen Darmkranken nicht gerade zuträglich, seine Ernährung von heute auf morgen fast komplett auf Rohkost umzustellen… Schließlich braucht unser Darm immer eine gewisse Zeit, sich an neue, ungewohnte Nahrung zu gewöhnen. Aber das wusste ich damals noch nicht, und trotz aller Rückschläge ist meine Leidenschaft für gesunde Ernährung geblieben. 

Seitdem habe ich viele andere Bücher über gesunde Ernährung gelesen und schließlich ja auch eine Weiterbildung zur Ernährungsberaterin gemacht. Aber das Buch von Ingeborg Münzing-Ruef war letztendlich der Grundstein für mein Interesse an diesem Thema und für meine heutige gesunde Ernährungsweise, die sich über die letzten Jahre und Jahrzehnte zu dem entwickelt hat, was Ihr heute auf www.leckervital.com/lecker-rezepte sehen könnt. Und diese Ernährungsweise hat wesentlich dazu beigetragen, dass es mir heute so richtig gut geht. 

Das heißt nicht, dass ich mit allem einverstanden bin, was die Autorin schreibt. So finde ich es heutzutage zum Beispiel aufgrund der Verschmutzung der Meere bedenklich, eine Empfehlung auszusprechen, mindestens zweimal pro Woche Fisch zu essen. Aber das sind eher Kleinigkeiten, die nicht die Qualität dieses Buches schmälern. Schließlich ist die Forschung auf dem Gebiet Ernährung noch längst nicht abgeschlossen, weshalb es auch immer wieder neue Erkenntnisse gibt. Man denke zum Beispiel nur an die Erforschung der sekundären Pflanzenstoffe, die noch ganz am Anfang steht. Außerdem muss man berücksichtigen, dass diese 21. Auflage inzwischen auch schon wieder 19 Jahre alt ist. 

In memoriam

Es hat mich sehr glücklich gemacht, dieses Buch nach all den Jahren wieder – in aktualisierter Form – in den Händen zu halten und darin zu lesen. Plötzlich kommt mir ein Gedanke: Was ist eigentlich aus Ingeborg Münzing-Ruef geworden? Ich recherchiere im Internet und stoße bald auf eine elektronische Traueranzeige. Sie ist am 17. September 2015, im Alter von 89 Jahren gestorben. Und obwohl ich diese Frau nicht persönlich gekannt habe, berührt es mich doch sehr, dass sie nicht mehr lebt. 

Ich kann mich bei der Autorin nicht mehr persönlich bedanken. Aber ich bin dennoch dankbar für das Wissen, das sie mir mit ihrem Buch vermittelt hat. Und für die Begeisterung, die sie in mir für das Thema gesunde Ernährung geweckt hat. Ihr Buch wird in meinem Regal immer einen Ehrenplatz haben. Und ich weiß schon jetzt, dass ich auch in Zukunft viel in diesem tollen und umfangreichen Buch nachschauen werde. Vielen Dank, Ingeborg Münzing-Ruef! 

Mit meinem Falafel-Rezept könnt Ihr gleich das, was ich über die Kichererbsen und ihren Gesundheitsnutzen geschrieben habe, in die Praxis umsetzen. Viel Spaß beim Ausprobieren! 

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Falafel

Falafel in der Pfanne von oben mit Sesam, schwarzem Kümmel und Frühlingszwiebeln

1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
220 g Kichererbsen, gekocht
2 EL Kichererbsenmehl
1/2 Bund glatte Petersilie
1/2 Bund frischer Koriander oder 1 EL getrocknete Korianderblätter
1 TL Zitronensaft
1/4 TL Cayennepfeffer
1 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Salz
Pfeffer aus der Pfeffermühle

Kokosöl zum Anbraten

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und grob zerkleinern. Mit den restlichen Zutaten in den Food Processor geben und zu einem Teig verarbeiten. 

Die Falafel mit einem Teelöffel aus dem Teig ausstechen und mit nassen Händen zu Kugeln formen. 

Das Kokosöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Die Falafel in die Pfanne geben und etwas andrücken, so dass sie leicht flach sind. Die Falafel von beiden Seiten jeweils circa 5 Minuten goldgelb anbraten.

Falafel können unheimlich vielseitig kombiniert werden. Hier einige Vorschläge:

  • Die Falafel schmecken herrlich mit Hummus und einem frischen Salat. 
  • Sehr lecker sind sie auch – wie auf dem Foto abgebildet – mit grünem Spargel und gerösteten Salbei-Blätter. 
  • Ihr könnt die Falafel auch mit etwas gerösteten Sesam und schwarzem Kümmel bestreuen. Das schmeckt nicht nur gut, das sieht auch noch sehr hübsch aus.

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