Gesundes und leckeres Dressing für Blatt-Salat

Gesundes und leckeres Dressing für Blatt-Salat

Es grünt so grün…

Dieser Sommer ist einfach unglaublich! Ein Hitzerekord jagt den nächsten, und noch immer ist kein Ende in Sicht. Ich habe mich allmählich an das subtropische Klima gewöhnt. Mein Körper scheint sich irgendwie umgestellt zu haben, und ich habe meinen Rhythmus – soweit das möglich ist – der Hitze angepasst. Ich bleibe abends länger auf, stehe trotzdem sehr früh auf und wenn ich nicht muss, gehe ich mittags nicht raus, sondern gönne mir etwas Ruhe.

Dabei versuche ich, möglichst Frisches zu essen und mich nicht mit schwerem Essen zu belasten. Unser Körper ist ja den ganzen Tag damit beschäftigt zu schwitzen und seine Temperatur zu halten (zur Zeit heißt das fast ununterbrochen kühlen, kühlen, kühlen). Da sollten wir Respekt vor dieser Hochleistung zeigen, die der Körper tagtäglich für uns vollbringt, und ihn nicht zusätzlich mit schwerem Essen belasten.

Bei mir gab es in letzter Zeit sehr viel Salat, vor allem Blattsalate: Eichblatt (grün oder rot), Kopfsalat, Batavia, Eisberg…. Mir schmeckt eigentlich jede Sorte. Man kann Blattsalat zudem – je nach Wetterlage – auch unterschiedlich kombinieren. Mit veganen Hafer-BurgernPolenta-Schnitten oder auch Vollkorn-Spaghetti oder einfach mit Nüssen und Samen. Und bei allzu großer Hitze gibt es ihn einfach pur.

Blatt-Salat schmeckt nicht nur lecker, er ist auch noch sehr gesund, sofern zwei Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Der Salat muss absolut frisch sein. Sofort nach der Ernte fängt der Salat an, Vitalstoffe zu verlieren; also haltet nach frischer Ware Ausschau. Wenn der Salatkopf schlaff oder welk daher kommt, lasst ihn liegen!
  • Das Dressing muss aus gesunden Zutaten bestehen. Das ist wirklich wichtig. Sonst macht Ihr mit dem Dressing das wieder kaputt, was Ihr eigentlich mit einem gesunden Salat erreichen wolltet!

Was macht Salat eigentlich so gesund?

Überwiegend besteht grüner Salat aus Wasser. So bekommt man gleich beim Essen eine Extra-Portion Wasser. Der Rest besteht aus Vitalstoffen pur: Neben verschiedenen B-Vitaminen und Vitamin C enthält Salat auch viele wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente, und natürlich auch reichlich blutbildendes Chlorophyll (erinnert Ihr Euch an die Geschichte mit dem Chlorophyll-Mann?).

Und was wir nicht unterschätzen dürfen, sind die wertvollen Faserstoffe (Ballaststoffe), die uns Salat liefert. Sie machen uns satt, fördern die Peristaltik des Darms und halten diesen fit und gesund.

Am besten isst man Blattsalat auch genau jetzt, im Sommer. Wenn Salat im Freien mit viel Sonne groß wird, enthält er weitaus weniger Nitrat als der Gewächshaus-Salat, den wir in der kalten Jahreszeit bekommen. Also, den grünen Salat im Sommer essen und im Winter am besten auf andere Rohkost ausweichen.

Zusammengefasst kann man sagen: Mit grünem Salat kann man nichts falsch machen. Oder vielleicht doch? Wie sieht das denn nun mit der Salat-Sauce aus?

Von guten und von schlechten Salat-Saucen

Was macht ein Dressing eigentlich gesund? Die Fertig-Saucen, die wir in der Regel in Restaurants und Kantinen bekommen, enthalten meist viel Zucker und Zusatzstoffe. Das ist alles andere als gesund. Wie immer sind es die Zutaten, die über gesund oder ungesund entscheiden. In meinem Rezept verwende ich Sonnenblumenöl und Leinöl. Bei Öl ist es wichtig, dass dieses aus biologischem Anbau stammen und kalt gepresst ist. Richtig gute Öle sind nicht billig, aber die Investition lohnt sich. Dann sind reichlich essenzielle (also lebensnotwendige), gesunde Fettsäuren vorhanden, die uns nicht dick, sondern gesund machen. (Gerade Leinöl ist äußert reich an Omega-3-Fettsäuren!)

Ich verwende außerdem gerne Apfelessig. Apfelessig enthält von Natur aus viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. So können wir – egal ob Sommer oder Winter – noch eine Portion Vitalstoffe zusätzlich zu uns nehmen. Aber auch hier bitte auf gute Bio-Qualität achten und immer naturtrüben Apfelessig verwenden, sonst gehen viele der wertvollen Stoffe verloren!

Kräutersalz gibt dem Dressing einen feinen Kräutergeschmack. Allerdings sollt Ihr beim Kauf von Kräutersalz die Zutatenliste genau anschauen. Außer Salz und Kräutern sollte nichts weiter enthalten sein. Auch hier lohnt sich der Griff zu Bio-Produkten, da konventionelle Kräuter häufig stark mit Pestiziden belastet sind und oft auch bestrahlt werden, um Keime abzutöten.

Auch wenn gutes Kräutersalz bereits getrocknete Kräuter enthält, sollte man nicht an frischen Kräutern sparen. Schnittlauch schmeckt immer gut zu grünem Salat und ist schnell gewaschen und geschnitten. Neben vielen wertvollen Vitalstoffen enthält er auch Schwefelverbindungen, die den Blutzucker, den Cholesterinspiegel und den Blutdruck senken sollen. Aber Ihr könnt auch einfach die Kräuter verwenden, die es gerade frisch im Angebot gibt und die Euch schmecken.

Und egal was im Rezept steht: Ihr braucht keinen Zucker in der Salat-Sauce. Zucker liefert reine Energie ohne irgendwelche Vitamine oder Mineralstoffe, was sich negativ auf Eure Vitalstoff-Bilanz auswirkt. Wenn Ihr Eurer Salat-Sauce einen leicht süßlichen Geschmack geben wollt, verwendet besser (kalt geschleuderten) Honig.

Also noch einmal in Kürze:

frischer Salat + gesundes Öl + gesunder Essig + frische Kräuter = so oft wie möglich essen!

Lasst es Euch schmecken – enjoy!

Dressing für Blatt-Salat 

für einen kleinen Kopfsalat

3 EL Sonnenblumenöl
3 EL Wasser
1 EL Apfelessig (naturtrüb)
1 EL Leinöl
3 Umdrehungen aus der Pfeffermühle
1 TL gutes Kräutersalz
1 EL Schnittlauch

Alle Zutaten bis auf den Schnittlauch in  eine große Salatschüssel geben und gut vermischen. Den Schnittlauch waschen und schneiden und ebenfalls dazu geben. 

Den Salat waschen, in der Salatschleuder trocken schleudern, in mundgerechte Stücke teilen und mit dem Dressing mischen – fertig!

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