Vegane Spinat-Lasagne mit Tomatenwürfeln

Vegane Spinat-Lasagne mit Tomatenwürfeln

Vollwertig und pflanzenbasiert

So langsam wird es draußen herbstlicher. Auch wenn man an manchen Tagen das Gefühl hat, der Sommer wird nie zu Ende gehen. Wenn es draußen kühler wird, schmecken warme Gerichte aus dem Ofen wieder richtig gut. Es ist einfach unglaublich gemütlich, wenn der Ofen seine Wärme und den Geruch von leckerem Essen verströmt. Ich habe jetzt zum ersten Mal vegane Lasagne gemacht. Die schmeckt nicht nur super lecker, man kann auch die Nuss-Reste, die bei der Cashew-Milch-Herstellung entstehen, hervorragend verwenden. Mein Rezept ist also nicht nur gesund, sondern auch nachhaltig!

Lasagne ist und bleibt für mich ein richtiges Wohlfühl-Essen. Sie schmeckt wahnsinnig cremig und würzig und macht kalte Winterabende einfach gemütlich. Früher habe ich gerne die klassische Variante mit Hackfleisch, Béchamel-Sauce und viel Käse gegessen. Als ich dann aufgehört habe, Fleisch zu essen, gab es dann häufig die Gemüse-Variante mit viel Parmesan. Dabei war Spinat-Lasagne immer mein Favorit.

Inzwischen ernähre ich mich vollwertig-pflanzenbasiert und überwiegend vegan. Das heißt, meine Nahrung besteht hauptsächlich aus Gemüse, Obst, Vollkorn-Getreide, Nüsse und Samen.

Lasagne ganz ohne Fleisch und Käse?

Also bestand die Herausforderung für mich nun darin, ein Rezept für eine Spinat-Lasagne zu entwickeln, die vollwertig ist und gleichzeitig keinerlei tierische Produkte enthält. Mit dem Rezept, das ich Euch heute aufgeschrieben habe, ist das gelungen:

  • Die Füllung besteht nur aus pflanzlichen Zutaten, nämlich aus Spinat mit Zwiebeln und Knoblauch.
  • Für die Béchamel-Sauce verwende ich Kokosöl statt Butter, Vollkorn-Mehl statt Weißmehl und Pflanzenmilch statt Kuhmilch.
  • Zu der Lasagne gibt es frische Tomatenwürfel. Hier sind noch alle Vitalstoffe enthalten, da diese nicht gekocht werden.

Zum Würzen der Béchamel-Sauce verwende ich übrigens Kurkuma mit Pfeffer. Kurkuma ist eines der gesündesten Gewürze, die es gibt. Im Rezept Orangen-Fenchel-Salat habe ich die tollen Eigenschaften von Kurkuma schon einmal genauer  beschrieben. Neueste Forschungen deuten darauf hin, dass Kurkuma beim Kochen diese positiven Eigenschaften nicht verliert. Und Ihr erinnert Euch: Immer mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer verwenden, dann ist die Wirkung umso größer!

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Und dann war da noch die Frage, was man anstelle des Parmesans zum Überbacken verwenden kann. Mir kam dann die Idee, den Käse durch eine Cashew-Gewürz-Mischung zu ersetzen. Vom Resultat war ich total begeistert: Das schmeckt richtig cremig und würzig! Und ich habe mich darüber gefreut, dass die Nuss-Reste, die bei der Herstellung von Cashew-Milch übrig bleiben, so nicht in den Müll wandern, sondern noch sinnvoll verwendet werden können.

Übrigens schmeckt die Lasagne auch am nächsten Tag kalt richtig gut. Das heißt, sie eignet sich auch hervorragend als Meal Prep. Ich empfehle Euch, dann wieder frische Tomatenwürfel (oder Rucola oder Frühlingszwiebel oder alles zusammen) mit der Lasagne zu essen, damit Ihr genügend Vitalstoffe abkriegt.

Und selbstverständlich gehört – eben wegen der Vitalstoffe – zu einer Lasagne immer ein frischer Blatt– oder Rohkost-Salat dazu.

Vegane Spinat-Lasagne

für 3 Personen

9 Mais-Lasagne-Platten (oder andere)

Für den Spinat

500 g Spinat (tiefgefroren)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL Salz
einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle
1 EL Kokosöl zum Anbraten

Für die Béchamel-Sauce 

3 EL Kokosöl
3 EL Dinkel-Vollkornmehl
400 ml Cashew-Milch
1/2 TL Salz
1/2 TL Kurkuma
Saft von 1/2 Zitrone
einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle

Für den „Käse“ 

4 EL Cashew-Masse aus der Cashew-Milchherstellung 
2 EL Rapsöl 
1 EL Apfelessig 
1 TL Salz 
einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle

(Alternativ: 100 g Cashew-Kerne am Vorabend einweichen, am nächsten Tag abseihen, gründlich mit Wasser abwaschen und im Zerkleinerer des Stabmixers mit den restlichen Zutaten mischen.)

etwas Kokosöl zum Einfetten der Form

Für den Spinat die Zwiebeln und den Knoblauch fein würfeln. 1 EL Kokosöl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln und den Knoblauch dazu geben. Etwa 2 Minuten anbraten. Dann den tiefgefrorenen Spinat hinzufügen. Etwas Wasser angießen (ungefähr 2 bis 3 EL), umrühren und das ganze so lange köcheln lassen, bis der Spinat aufgetaut ist. Dabei immer wieder umrühren. Sobald der Spinat aufgetaut ist, die Gewürze dazugeben, abschmecken und zur Seite stellen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen (bei Temperatur und Backzeit bitte auch die Hersteller-Angaben für die Lasagneplatten beachten). 

Nun das Kokosöl erhitzen. Das Mehl dazu geben und mit einem Schneebesen gut verrühren. Nach und nach die Pflanzenmilch hinzufügen, dabei ständig rühren, damit es keine Klumpen gibt. Zum Schluss die Gewürze und den Zitronensaft hinzufügen.

Eine backofenfeste Form einfetten, mit 3 Lasagne-Platten auslegen. Die Hälfte der Spinat-Masse gleichmäßig auf den Platten verteilen. Darüber ein Drittel der Béchamel-Sauce verteilen. Das ganze noch einmal wiederholen. Darüber wieder Lasagne-Platten geben und die restliche Béchamel-Sauce darauf verteilen. 

Darauf dann die Cashew-Masse gleichmäßig verteilen.

Ca. 40 Minuten in den Ofen geben.

Vor dem Aufschneiden etwas abkühlen lassen.

Lasst es Euch schmecken!

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