Gesund durch die letzten Wintertage

Gesund durch die letzten Wintertage

…mit einem Rezept für einen Rote-Bete-Karotten-Salat

Auch wenn der Winter offiziell erst am 20. März endet, schickt uns der Frühling bereits seine ersten Vorboten. Dieses Jahr hat uns die Sonne schon im Februar gezeigt, dass der Winter nicht mehr lange dauert. Jedes einzelne zaghafte Zeichen, dass der Frühling im Anmarsch ist, macht mich glücklich. Und so bin ich bereits jetzt, Anfang März, voll auf Frühling eingestellt. Aber häufig erwischt uns genau dann, wenn bei uns alle Zeichen auf Frühling stehen, noch irgendein Infekt. Quasi auf den letzten Metern des Winters schlapp zu machen, ist ganz besonders ärgerlich. Wollen wir doch jetzt den Frühling genießen und ganz bestimmt nicht im Bett liegen. Aber wir können einiges tun, damit wir die letzten Wintertage gesund überstehen.

Hier geht’s direkt zum Rezept!

Im Januar ist es mir bereits aufgefallen. Bei meiner morgendlichen Jogging-Runde hörte ich plötzlich auffällig lauten Vogelgesang, der einen Hauch von Frühling in die Morgendämmerung zauberte. Vogelgezwitscher im Januar? Ist das nicht viel zu früh? Auf der Seite des Nabu konnte ich dann aber nachlesen, dass das völlig normal ist. Es sind keine Zugvögel, die wegen des Klimawandels zu früh zu uns zurück gekehrt. Es sind schlicht und ergreifend unsere heimischen Vögel, wie zum Beispiel die männliche Kohlmeise, die bereits beginnen, ihr Revier abzustecken und Weibchen anzulocken.

Der Frühling steht vor der Tür

Es handelt sich also tatsächlich um die ersten Frühlingsboten, die uns schon im Januar geschenkt werden. Und inzwischen bleibt es nicht alleine beim morgendlichen Vogelgezwitscher. Die Tage sind nun schon wieder merklich länger, die ersten Schneeglöckchen strecken ihre Köpfe aus der noch kalten Erde, und wenn die Sonne scheint, legen sich ihre Strahlen schon ungewöhnlich kräftig auf unsere Haut. Es geht aufwärts, und wenn wir aufmerksam durch die Natur gehen, zeigt sie uns jeden Tag deutlicher, dass der Winter dem Ende zugeht, und der Frühling nicht mehr aufzuhalten ist. 

Wie ich diese Zeit liebe! Auch wenn sicher noch viele Tage sehr winterlich oder manche auch eher herbstlich-schmuddelig daherkommen werden, können wir doch deutlich sehen, dass die kalten und trüben Tage gezählt sind und bald der Frühlingssonne mit all ihrer Kraft weichen müssen. Oder wie es Eduard Mörike in seinem wunderschönen Frühlingsgedicht ausdrückt: „Frühling, ja du bist’s! Dich hab ich vernommen!“ Und dann passiert es – trotz aller Frühlingseuphorie – leider allzu häufig: Während wir uns noch über die ersten Frühlingsboten freuen, erwischt uns quasi auf den letzten Metern der Winterszeit doch noch eine Erkältung oder irgendein Infekt.

Jetzt sind wir anfällig für Infekte

Gerade im Frühling sind wir besonders anfällig dafür. Denn wir haben schon eine gute Strecke der kalten Jahreszeit zurückgelegt und sind in der Regel ziemlich ausgehungert: zu wenig Bewegung, zu wenig Sonne und zu wenige Vitalstoffe. Hinzu kommt, dass wir gerade jetzt in der Corona-Krise auch noch zu wenige soziale Kontakte haben und wir deshalb auch oft seelisch leiden. All das trägt dazu bei, dass unser Immunsystem nicht im besten Zustand ist. Aber gerade jetzt, wenn der Frühling zaghaft bei uns anklopft, wollen wir alles andere als krank werden.

Wir haben es in der Hand

Wir können tatsächlich einiges tun, um unseren Körper und unsere Seele – und damit unser Immunsystem – zu stärken und haben es so selbst in der Hand, unsere Abwehrkräfte aktiv zu stärken: 

Ernährung: vitalstoffreiche Lebensmittel essen

Gerade jetzt enthalten viele Lebensmittel nur wenige Vitalstoffe. Bei Gemüse und Obst wie beispielsweise Kartoffeln und Äpfeln handelt es sich um Lagerware, die über den Winter Stück für Stück abverkauft wird, oder um Importware, die bereits lange Wegstrecken hinter sich hat, wenn sie in unsere Läden kommt. Dadurch enthalten Obst und Gemüse weniger Vitalstoffe. Deshalb empfehle ich Euch, Euren Obst- und Gemüseanteil zu erhöhen und möglichst saisonal und regional einzukaufen. Außerdem lohnt es sich, selbst gezogene Sprossen oder frische Kräuter direkt von der Fensterbank in die Ernährung einzubauen. Diese stecken nämlich voller wertvoller Vitalstoffe, die unser Immunsystem dringend braucht.

Vitamin D: Sonne tanken.

Vitamin D wird inzwischen von vielen Wissenschaftlern als Hormon bezeichnet, da es so viele wichtige Aufgaben in unserem Körper hat. Auch für unser Immunsystem spielt Vitamin D eine wichtige Rolle. Mit der Nahrung können wir es nicht in ausreichenden Mengen aufnehmen. Wie gut, dass unsere Haut Vitamin D selbst herstellen kann. Allerdings braucht sie dazu die Sonne. Unser Körper kann Vitamin D speichern, aber jetzt zum Ende des Winters sind unsere Speicher meist ziemlich leer. Deshalb sollten wir nun so oft es geht Sonne tanken. Dabei kommt es wie immer auf das richtige Maß an, das wiederum vom Hauttyp abhängt. Auf keinen Fall sollte unsere Haut rot werden!

Bewegung: sich an der frischen Luft bewegen und Sport machen

Meistens bewegen wir uns – gerade wenn es draußen kalt und schmuddelig ist – viel zu wenig. Das macht sich leider oft auch daran bemerkbar, dass wir über den Winter das eine oder andere Pfund zugelegt haben. Übergewicht wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit und somit unser Immunsystem aus. Sport und Bewegung an der frischen Luft stärken dagegen unsere Abwehrkräfte. Deshalb lohnt es sich doppelt, wenn wir uns jetzt regelmäßig an der frischen Luft bewegen. Wir kämpfen damit nicht nur gegen unsere überschüssigen Pfunde, sondern stärken unseren Körper auch im Kampf gegen Viren und Bakterien.  

Entspannung: unserem Körper genügend Ruhe und Erholung gönnen

Damit wir fit und gesund bleiben, brauchen wir nicht nur gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. Es ist auch wichtig, dass wir unserem Körper genügend Erholung gönnen. Dazu gehört, dass wir tagsüber immer wieder Zeiten haben, in denen wir tief durchatmen und uns erholen können. Wir sollten also bei der Arbeit immer wieder bewusst Pausen einbauen, um unserem Körper regelmäßige Erholungsphasen zu ermöglichen. Dazu gehört übrigens auch, dass wir ausreichend Schlaf bekommen. 

Soziale Kontakte: Freundschaften und Kontakte zur Familie pflegen

Auch wenn heutzutage immer davon die Rede ist, dass wir unsere sozialen Kontakte beschränken müssen, birgt das durchaus gesundheitliche Risiken. Die Corona-Krise hat uns ziemlich eindrücklich gezeigt, dass das Fehlen von menschlicher Nähe regelrecht krank machen kann: Alte Menschen leiden an Depressionen, weil sie kaum noch Besuch bekommen, vielen Berufstätigen fehlt inzwischen die Motivation zu arbeiten, da sie Tag für Tag alleine im Homeoffice zubringen, und zahlreiche Kinder zeigen laut einer neuen Studie Verhaltensauffälligkeiten, da sie seit Wochen im Homeschooling sind und ihre Freunde nicht sehen dürfen. Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere sozialen Kontakte pflegen – selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln. Wir können das jetzt, wenn es draußen wieder wärmer wird, beispielsweise wunderbar bei einem Spaziergang mit einer Freundin oder einem Freund tun. 

Den Frühling genießen

Wenn wir jetzt auf unsere Seele und unseren Körper achten, werden wir es schaffen, fit und gesund in den Frühling zu kommen. Wir werden uns dabei gut fühlen und jeden einzelnen dieser wunderbaren und zauberhaften Tage genießen. Und das ist dieses Jahr besonders wichtig. Gerade in Krisenzeiten, die immer auch viel Stress und Belastungen mit sich bringen, sollten wir ganz besonders gut auf uns aufpassen. Wenn wir unseren Körper und unsere Seele stärken, werden wir auch mit den Einschränkungen, die uns die Corona-Krise auferlegt, besser zurecht kommen. Und dann werden wir diese Zeit insgesamt leichter überstehen.

Dabei müsst Ihr Euch nicht sklavisch an diese Tipps halten. Ihr könnt einfach mal mit einem Punkt, der Euch besonders anspricht, anfangen. Wenn es Euch beispielsweise besonders belastet, dass Ihr über den Winter zugenommen habt, ist es ratsam, dass Ihr erst einmal Schokoriegeln und Gummibärchen den Kampf ansagt. Wenn Ihr darunter leidet, dass Ihr Euch in den letzten Wochen und Monaten zu wenig bewegt habt, solltet Ihr erst einmal Eurer Couch die Freundschaft kündigen. Und wenn Ihr merkt, wie viel besser es Euch geht, wenn Ihr auch nur eine schlechte Gewohnheit, die sich über den Winter eingeschlichen hat, abgelegt habt, bekommt Ihr sicherlich Lust, noch mehr für Euch zu tun. Wichtig ist, dass Ihr überhaupt anfangt und den ersten Schritt geht.

Und dann wird für Euch der Frühling – allen Widrigkeiten der Corona-Krise zum Trotz – einfach eine wunderbare Jahreszeit, die sich wunderbar dafür eignet, schlechte Gewohnheiten abzulegen und Neues zu beginnen. In diesem Sinne wünsche ich Euch, dass Ihr gut durch die letzten Wintertage kommt und diese herausfordernde Zeit unbeschadet an Körper und Seele übersteht. 

Mein Rote-Bete-Karotten-Salat hilft Euch dabei, die letzten Wintertage gesund zu überstehen. Er steckt voller Vitalstoffe, zumal die Karotten und die Rote Bete roh verwendet werden. Wenn Ihr den Salat mit einigen Sprossen oder frischen Kräutern dekoriert, fügt Ihr noch ein paar zusätzliche Vitalstoffe hinzu.  

Rote-Bete-Karotten-Salat mit Sprossen

1 Rote Bete
3 Karotten
Sprossen (ca. 2 Handvoll)

Für das Dressing
1 Knoblauchzehe
2 EL weißes Mandelmus
2 EL Sonnenblumenöl
3 EL Wasser
1 EL Zitronensaft
1/2 TL Salz
einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle

Die Rote Bete und die Karotten schälen und mit Hilfe einer Küchenmaschine oder einer Reibe fein raspeln. In eine große Schüssel geben.

Die Knoblauchzehe schälen und durch eine Knoblauchpresse in ein kleines Schüsselchen drücken. Die anderen Zutaten für das Dressing hinzufügen und zu einer glatten Soße verrühren. 

Die Soße zu dem Gemüse geben und alles gut vermischen. 

Nach Belieben mit Sprossen dekorieren. 

Tipp: Sprossen stecken voller wertvoller Vitalstoffe, die unser Immunsystem auf Vordermann bringen. Mithilfe eines Sprossenglases kann man sie ganz einfach selbst auf der Fensterbank ziehen. So kann man im Winter sein Essen mit wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen anreichern.

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